Zugriffsmöglichkeit auf Elsevier-Zeitschriften (Jg. 2017)

Update 21.06.2017: Die 2017 erscheinenden Ausgaben der 64 Zeitschriften des Verlags Elsevier sind wieder zugänglich.

Die Universitätsbibliothek hat 64 Zeitschriften des Verlags Elsevier aus verschiedenen Fachdisziplinen im Online-Zugriff lizenziert. Zurzeit besteht kein gesicherter direkter Online-Zugriff auf die 2017 erscheinenden Ausgaben dieser Zeitschriften.

Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeitende und Studierende der Universität Bielefeld bietet die Bibliothek als Übergangsversorgung eine kostenlose Bestellmöglichkeit auf benötigte Aufsätze an, die 2017 in den betroffenen Zeitschriften publiziert werden. Diese Bestellmöglichkeit kann über den Katalog.plus aus der Titelanzeige der jeweiligen Zeitschrift aufgerufen werden. Anderen Nutzergruppen steht dieser Service leider nicht zur Verfügung.

Bei älteren Jahrgängen (bis einschließlich 2016) der 64 Zeitschriften besteht weiterhin der gewohnte direkte Online-Zugriff. Auch sonstige Elsevier-Zeitschriften verschiedenster Erscheinungszeiträume oder Zeitschriften anderer Wissenschaftsverlage sind nicht betroffen.
Die aktuellen Einschränkungen stehen im Kontext der laufenden Verhandlungen zu DEAL – bundesweite Lizenzierung von Angeboten großer Wissenschaftsverlage.

Ziel des Projekts DEAL ist der Abschluss bundesweiter Lizenzverträge für das gesamte elektronische Zeitschriftenportfolio der großen Wissenschaftsverlage ab dem Lizenzjahr 2017 – in 2016 wurde zunächst nur mit Elsevier verhandelt. Zugleich soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden, so dass z. B. die von den Wissenschaftseinrichtungen getragenen Kosten für Open-Access-Veröffentlichungen im Rahmen dieser Lizenzen berücksichtigt werden. Für eine solche Lizenz kommen potentiell mehrere hundert Einrichtungen (z. B. Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Forschungseinrichtungen, Staats- und Regionalbibliotheken) als Teilnehmer in Betracht. Auftraggeber von DEAL ist die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, vertreten durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Bisher konnten die Verhandlungen mit Elsevier noch nicht zu einem positiven Abschluss gebracht werden. Um die Position der DEAL-Verhandler zu stärken, haben 60 Wissenschaftseinrichtungen– darunter auch die Universität Bielefeld – ihre Verträge mit Elsevier gekündigt. Allen Beteiligten ist bewusst, dass dies eine Einschränkung für Lehre und Forschung bedeutet. Freilich stellt der auf Basis des gemeinsamen Agierens vieler Forschungseinrichtungen aufgebaute Druck nach Überzeugung aller Beteiligten die vorerst einzige Möglichkeit dar, zu einem für die deutsche Wissenschaft erfolgreichen Ergebnis der Verhandlungen zu kommen.

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